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Kurzzeit-/Verhinderungspflege

Wenn der pflegende Angehörige im Urlaub ist

Pflegebedürftige können für 56 Tage im Jahr in einem Heim gepflegt werden. Hierfür gibt es einen höheren Zuschuss.

Kurzzeitpflege

Wer pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung ist, hat Anspruch auf 28 Tage Kurzzeitpflege im Jahr. Das kann nach einem Krankenhausaufenthalt nötig sein oder zur Bewältigung von Krisensituationen bei der häuslichen Pflege. Hierfür steht ein Zuschuss in Höhe von bis zu 1.612 Euro für die Pflegekosten zur Verfügung. Unterkunft, Verpflegung und die Investitionskosten bezahlt man selbst. Mit der Übertragung der Ansprüche aus der Verhinderungspflege können bis zu 56 Tage Kurzzeitpflege mit einem Gesamtzuschuss von 3.224 Euro gewährt werden. Während der Kurzzeitpflege wird das hälftige Pflegegeld bis zu vier Wochen weitergezahlt. Möglich ist neuerdings, dass die »zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen« genutzt werden können, um die Rechnung zu begleichen. Trotzdem wird immer ein Eigenanteil zu zahlen sein. Wer keine Pflegestufe hat, trägt die Kosten selbst.

Verhinderungspflege

Ist der pflegende Angehörige im Urlaub oder krank, wird eine externe Pflegekraft oder Vertretung benötigt. Die Verhinderungspflege wird bis zu 28 Tage bezuschusst. Hierfür stehen pro Jahr 1.612 Euro zur Verfügung. Mit der Übertragung von Ansprüchen von maximal 14 Tagen aus der Kurzzeitpflege können Zuschüsse bis zu 2.418 Euro für 42 Tage Verhinderungspflege gewährt werden. Während der Verhinderungspflege wird das hälftige Pflegegeld bis zu vier Wochen weitergezahlt. Möglich ist neuerdings, dass die »zusätzlichen Leistungen bei Demenz« (siehe Besonderheit Demenz) genutzt werden können, um die Rechnung zu begleichen. Trotzdem wird immer ein Eigenanteil zu zahlen sein. Wer keine Pflegestufe hat, trägt die Kosten selbst. Das gilt insbesondere für Patienten, die aus dem Krankenhaus kommen und nur vorübergehend auf Unterstützung der Kurzzeitpflege angewiesen sind.

Tipp

Wer erst nach Ablauf der Kurzzeitpflege die Verhinderungspflege, oder umgekehrt, beantragt, dem wird das hälftige Pflegegeld nicht nur für vier Wochen, sondern bis zu acht Wochen weitergezahlt. Möglich ist neuerdings, dass die »zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen« genutzt werden können, um die Rechnung zu begleichen. Trotzdem wird immer ein Eigenanteil zu zahlen sein.



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